Samstag, 21. November 2009

Gähn

Himmel! Ich habe mir die Nacht mit Blogbasteln um die Ohren geschlagen.

Ein paar der neuen Stempelvorlagen wollten unbedingt mein Blog verzieren, und so habe ich mich endlich mal aufgerafft ein eigenes Design zu basteln, statt es nur irgendwo zu "leihen".

Das kann man bestimmt noch besser machen, aber heute nicht mehr. Und die Wintermotive werden auch dieses Jahr nicht mehr als Stempel umgesetzt, dafür ist es leider zu spät. Blöderweise hat man meist die Ideen zur "rechten" Zeit, also Winterbilder wenn es draußen kalt wird. Für die Stempelproduktion muss man jedoch Monate im Voraus arbeiten. Nur leider machen mir Ostermotive im November gar keinen Spaß.

Na ja, male ich halt Weihnachtsmotive für 2010.




Dienstag, 17. November 2009

und weiter geht´s

Neulich habe ich ja eine der ersten Ideen vorgestellt, die mir für die neuen abracadabra-Stempel vorschweben. Mein Block ist bald vollgekrizelt, und von 10 Bildern gefallen mir höchstens 2, und das auch nur cirka 12 Stunden lang. Schon am nächsten Tag könnte ich alles in die Tonne kloppen.

Dennoch: Die neusten Stempel-Ideen sind nun gescannt, vorbereinigt und testweise ausgemalt. Bisher finde ich sie hübsch, wenn sie sich auch- mal wieder- ganz anders entwickelt haben, als ich mir das vorgestellt hatte.

Ich wollte Feen und Elfen. Jaja, dafür ist man nie zu alt. Und sie sollten erwachsene Personen darstellen. Und dick sollten sie sein. Ich kann die zarten, zerbrechlichen hingehauchten Elfchen nicht mehr sehen. Aber egal was ich auch gemalt habe- es sah seltsam aus. Nicht weil die Figuren moppelig waren, aber sie sollten auch niedlich sein. Und niedlich verträgt sich nicht mit erwachsen. Alle Frauen sahen irgendwie "falsch" aus, nett aber nicht niedlich.

Auch das Mädchen von neulich sieht nicht wie eine Erwachsene aus. Mehr wie ein Kind, und versucht man eine Frau darin zu sehen, hat man automatisch "Lolita" im Kopf. Das kann es ja nicht sein.

Darum habe ich es aufgegeben. Ich male wieder Kinder. Sei´s drum. Die dürfen niedlich sein, putzig und vor allem pummelig. Ich hab nix gegen erwachsen und pummelig, bin ich ja selber, aber es ist halt nicht süß.

So weit, so gut. Also habe ich knuddelige Kinder gemalt. Und es gefällt mir gut. Eine kleine Süße ist schon für den kommenden Valentinstag vorgesehen. Ich weiß, dass das erst im Februar ist, aber für fertige Stempel im Februar bin ich jetzt schon recht spät dran. Und wer Valentinstagskarten basteln will, muss ja eh schon vorher anfangen, also höchste Eisenbahn für mich.


Die Haare machen mir noch etwas Kopfzerbrechen. Zeichne ich die Vorlage etwas größer als den späteren Stempel, bekomme ich mit keinem meiner Stifte die feinen Linien für die Haaren hin. Also muss ich wohl oder übel alle Bilder nochmal stark vergrößern und die feinen Linien neu malen, schnüff.

Ein weiteres Mädchen habe ich noch einfach so zum warmwerden gemalt, vielleicht bekommt sie später noch ein paar Accessoires wie hübsche Hintergründe oder Feenflügel, mal sehen.


 
 
Ich denke, jetzt gehen die Motive in die richtige Richtung. Als Stempel zu gebrauchen.

Hat jemals ein Stempeldesigner den Werdegang seiner Motive veröffentlicht? Ich glaube nicht. Ist das doof`? Egal, ich bin so ungeduldig und wünschte, ich hätte schon 100 neue Motive. Um mir selbst die Wartezeit ein wenig zu versüßen, zeige ich euch halt ein paar davon. Ich geh´ dann wieder malen... bis später.

Sonntag, 15. November 2009

Martinssingen

Oh Mann! War das schön.

Gestern hat unser kleines Örtchen ja das alljährliche Martinssingen veranstaltet. Eigentlich sollte das so ablaufen, dass Kinder mit ihrer Laterne von Tür zu Tür gehen, und Süßes sammeln. Soweit die Tradition.

Am Hülstrung- so heißt der geliebte Flecken Erde- läuft das ein wenig anders ab. Beziehungsweise hat das Martinssingen hier eine kleine Erweiterung erfahren.

Ich weiß nicht wann es angefangen hat. Ich habe ja zwei Jahrzehnte nicht hier gewohnt, und irgendwann in dieser Zeit muss wohl ein Haus die Idee gehabt haben, den begleitenden Eltern ein Schnäpschen zum Aufwärmen zu kredenzen. Insgesamt werden cirka 30-40 Häuser besucht (nächstes Jahr zähle ich mal durch). Wenn nur jeder Dritte dann meint, den Erwachsenen was Gutes tun zu müssen, könnt ihr euch vorstellen wo das endet. Mein Mann sagte auch "Wir müssen Schnaps besorgen". Haha. Wenn JEDES Haus welchen anbietet, landet der gesamte Hülstrung in der Notaufnahme, und die Kinder sind allein zu Haus´.

Nee nee, alles in Maßen, klar. Mit Klarem (I love Wortspiele)
Darum lässt man natürlich den ein oder anderen Muntermacher aus. Dennoch fördert es die Geselligkeit. Und eine kleine Hofgemeinschaft bildete dann den Abschluß, mit Bänken, kleinen Lagerfeuer und warmen Getränken für Groß und Klein.

Als wenn das nicht schon heimlig und wunderbar genug wäre, holte einer der Väter am Feuer eine Gitarre und ein anderer seine Geige. Daraufhin ging das Martinssingen für die Großen los. Was soll ich sagen. Ich liebe gemeinsames Singen so sehr! Und so spontan wie gestern erlebt man es selten, wenn man nicht grade bei den Pfadfindern oder in einer Mittelalter-Gruppe ist.

Die Kinder gingen nach und nach heim, und ein paar Alte vergnügten sich am Lagerfeuer mit Musik und Glühwein. Ich habe nie ein schöneres Martinssingen erlebt.

Samstag, 14. November 2009

abracadabra

Na, weiß jemand von euch was "abracadabra" in meiner Welt bedeutet? Nicht? Schämt euch!
Abracadrabra ist meine kleine Stempel-Linie, die ich noch zu Zeiten meines Stempelgeschäftes habe produzieren lassen. Mittlerweile mache ich natürlich keinen Stempelverkauf mehr, und die Abra-Stempel sind nur noch bei Kaleidoskop erhältlich: Abracadabra-Stempel.

Doch in letzter Zeit sehe ich so viele tolle neue Stempel und stempeliges Zubehör, dass es mich wieder in den Fingern juckt da mitzumischen. Und eigene Stempel zu machen. Das ist nicht schwer- wenn man das Gummi nicht selbst machen muss. Für meine gedachten Stempel habe ich auch schon einen Produzenten gefunden, und wollte schon vor Wochen ans Zeichenbrett gehen.

Doch vorher kam dies und das dazwischen, meine Hähelhandschuhe wollen ja auch irgendwann mal fertig werden und so ging eine Nacht nach der anderen für andere Dinge vorbei. "Nacht" deshalb, weil ich eine Nachteule bin. Ab Mitternacht habe ich die besten Ideen. Als ich vorgestern ausnahmsweise mal um 2 Uhr schon im Bett war, hatte ich kurz vor dem Einschlafen eine geniale Idee. Die war morgens weg. Drum schlage ich mir die letzten Nächte mit Stempelvorlagen um die Ohren. (Es ist grade 3:03)

Doch trotz eines bereits zur Hälfte gefüllten Skizzenblocks will die geniale Idee nicht wiederkommen.
Insgeheim träume ich von Ideen wie Tilda (der schwedischen Puppe) und Tilda (den schwedischen Stempeln). Man sollte meinen, den Schweden sind die Namen ausgegangen, denn die hat alle Ikea aufgebraucht. hehe

Aber wir wollen nicht in die Ferne schweifen, wir haben das Gute doch so nah. Nur wie soll man das malen, wenn es irgendwie alles Niedliche- und daran hängt nun mal mein Herz- schon irgendwie erfunden ist. Was ich auch male, es kommt mir seltsam vertraut vor.
Manches was es heute zu Hauf online zu sehen gibt, habe ich so schon vor 30 Jahren so ähnlich gekritzelt. Auf der Suche nach neuen Ideen habe nun ich stundenlang nur Augen gezeichnet. Bis ich feststellen musste, dass es so gut wie jede Form schon irgendwo gibt. Großen Augen, Kulleraugen, kleine stecknadelkopfgroße Punkte, Gesichter mit und ohne Nase, Mund, Sommersprossen.

Den Anspruch etwas völlig Neues zu erschaffen habe ich erst einmal aufgegeben. Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Und manche Ideen kommen einem dann wohl doch im Schlaf.

Hier einer der ersten Versuche für neue Stempel. Niedlich, logisch.Und irgendwo muss ich ja anfangen, sonst gibt dat nie wat.
Das Motiv ist natürlich ausgemalt. Stempel, die gleich bunt drucken, sind bisher noch nicht erfunden worden. :-)


Freitag, 13. November 2009

Ich geh mit meiner...

...Laterne. Aber dieses Jahr wird es nicht wieder eine so aufwendige Aktion wie im vergangenen Jahr.

Zur Erinnerung: Ich wohne in einem sehr kleinen Ortsteil, dem schönsten überhaupt. Als ich Kind war, gingen wir Dorfkinder zu Sankt Martin alle zusammen singen, und am Ende wurde die Beute auf einen großen Tisch gelegt und gerecht verteilt.

Die Mutter, welche die Verteilung damals vorgenommen hatte, ist nun eine hochbetagte Großmutter. Die nächste Generation steht an der Laterne.

Und da es knapp über 20 Kinder hier hat, muß man für die ausreichende Versorgung der Martinskinder ein bisschen rechnen. Ich habe- seit wir wieder hier wohnen- immer 25 Päckchen gepackt. Das soll die Familientradition fortsetzen, denn meine Oma hat all die Jahre von der gleichen Haustüre aus auch kleine Päckchen verteilt.

Im ersten Jahr gab es kleine Plastikbeutel. Im Jahr darauf wurde es schon aufwendiger:







Genähte Beutel, handbestempelt und ausgemalt. Darauf habe ich dieses Jahr so gar keine Lust. Es sind ja noch 24 Stunden Zeit, mal sehen was mir einfällt.

Auf jeden Fall kommt ein Trinkpäckchen in die Tüte. Die Kids bekommen an diesem Abend tonnenweise Süßkram, aber keiner dankt daran, dass die Blagen das klebrige Zeug auch irgendwie runterspülen müssen.